5 digitale Felder, um die sich Sportvereine und -vermarkter 2018 kümmern müssen

5 digitale Felder, um die sich Sportvereine und -vermarkter 2018 kümmern müssen

Im August 2018 durfte ich beim SPOBIS Gaming & Media Summit eine Keynote zu Digitalisierung im Sportbusiness halten.
Im Kern des Vortrags standen 5 Themen, die jeder Sportverein und Sportvermarkter in 2018 auf der Agenda haben sollte:

  1. Die Basics im Griff haben: noch immer gibt es zu viele Beispiele, wo Vereine die Basics im Online Marketing nicht im Griff haben. Sei es SEO, nicht für mobile Endgeräte ausgerichtete Websites oder schlecht conversionoptimierte eCommerce-Angebote. Ohne diese Grundlagen im Griff zu haben, sind alle weiteren Maßnahmen wertlos.
  2. Social Media Auftritte professionalisieren: bei vielen Vereinen ist der Facebook-Auftritt noch immer nicht mehr als ein reiner News-Kanal. Dies wird dem Kanal, den Nutzer-Erwartungen und der Funktionsweise des Facebook-Algorithmus jedoch nicht (mehr) gerecht. Vereine sollten vielmehr eigene Personalities und Formate für ihre Social Media Auftritte entwickeln und gleichzeitig Social Media als das begreifen, was es ist: der größte Fanclub, den sie haben. Während jedoch die Fan-Clubs vor Ort durch Fan-Beauftragte betreut werden und regelmäßig Sportler zu Besuch vorbeikommen, gibt es eine solche Form der Community-Pflege in der digitalen Welt in aller Regel nicht.
  3. Vom Sportverein zur Content- und Entertainment-Firma werden: Hier gilt es, unabhängiger von TV Sendern zu werden und verstärkt Inhalte zu entwickeln, die frei von jeder Rechte-Problematik sind und den Vereinen die Möglichkeit geben, kontinuierlich gute Inhalte anzubieten und wieder die Hoheit über die Inhalte zurückzugewinnen.
    Zudem sollten Vereine und Verbände darauf hinwirken, stärker Highlight-Contents aus den Ligen frei zur Verfügung stellen zu dürfen, um damit die Fans noch mehr zu Markenbotschaftern zu machen, indem sie solche Contents auf digitalen Kanälen schaffen und damit Reichweite und Begeisterung in ihrem Netzwerk schaffen. Best practices sind hier insb. die US-Sportligen wie die NBA.
    Ein spannendes Content-Feld sehe ich in Podcasts – schnell, günstig und aufwandsarm zu produzieren, bieten sie Vereinen die Möglichkeit, ihre Fans noch einmal auf ganz neuen Kanälen anzusprechen und sich zum Publisher zu entwickeln
  4. Aufbau einer Datenstrategie: Kaum ein Verein in Deutschland hat es bisher geschafft, sinnvolle Anreize zu entwickeln, die Fans dazu bringen, sich beim Verein zu registrieren und Daten zu hinterlegen, die Vereinen dabei helfen, Fans stärker zu binden, eCommerce auszubauen, seine Verhandlungsposition gegenüber Sponsoren und Rechtekäufern zu stärken, etc.
    Ziel sollte es sein, hier eine gezielte Datenstrategie zu entwickeln und als Basis für neue CRM-, Publishing- und Commerce-Angebote zu nutzen.
  5. B2B-Sales digitalisieren
    Die Vermarktung von Logen, Business-Seats oder Sponsoring-Assets erfolgt heute an vielen Stellen noch als reines outbound-Sales-Geschäft, bei dem der Vertrieb „kalt“ Vertriebstelefonate führt. Ein wenig effizienter, veralteter, schlecht messbarer und nicht skalierbarer Kanal. Moderndes, digitales B2B-Marketing kann dabei viel stärker zum Inbound-Sales gedreht werden, indem Vereine und Vermarkter relevante Inhalte (Whitepapers, Casestudies, etc.) produzieren, diese spezifisch an affine B2B-Zielgruppen vermarkten und auf diese Weise qualifizierte Leads generieren, die das Sales-Team im Anschluss kontaktieren kann. Der Vortrag zeigt hierbei Ausschnitte aus einer Casestudy, die wir mit unserer Agentur Finc3 für den Kunden Lagadère Sports umgesetzt haben.

 

Die ausführliche Präsentation gibt es hier zum Ansehen bei Slideshare