Snapchat im Wandel: Was bedeutet die neue Funktion „Memories“

Snapchat im Wandel: Was bedeutet die neue Funktion „Memories“

Snapchat Memories: Wird das der Sprung in eine neue Qualität?

Die ersten Ideen, welches Potenzial der Messenger-Dienst Snapchat für moderne Marketingstrategien eröffnet, sind bereits entwickelt und ausgetauscht – nun kommt eine neue Funktion auf den Markt: Snapchat Memories. Die Bedeutung geht aber weit über ein zusätzliches Feature hinaus – Snapchat wird sich grundlegend verändern.

Snapchat ist für einen Experten für Digitale Transformation ohnehin ein interessantes Betätigungsfeld, da dieser Messenger-Dienst doch einige Alleinstellungsmerkmale aufweist und für eine neue Qualität im Marketing sorgen kann. Nun kommt wiederum eine Neuerung auf den Markt – und die Memory-Funktion hat es in sich. Konnte Snapchat bislang damit punkten, dass sich insbesondere die Natürlichkeit der spontanen Snaps wohltuend von den regelmäßig professionell und damit statisch anmutenden Clips auf Facebook und Co. abhebt, war das zunächst eine Überraschung. Mit Snapchat Memories lassen sich nämlich Fotos und Videos speichern, aber auch neu anordnen, kreativ bearbeiten und erneut posten. Vor allem aber lassen sich die ganz normal mit dem Handy aufgenommenen Bilder und Videos aus der eigenen Galerie integrieren, was das eigene Fotoalbum de facto überflüssig macht. Das ist absolut neu und das birgt einiges an Potenzial.

Wie funktioniert Snapchat Memories?

Am unteren Bildschirmrand findet sich ein neuer Kreis, in dem die gespeicherten Fotos und Videos angezeigt werden. Von dort aus lassen sich die ausgewählten Snaps direkt in Memories speichern oder auch aus dem eigenen Ordner Bilder hinzuholen. Jetzt heißt es, den Finger lange auf dem Bildschirm zu lassen, um die Snaps zu bearbeiten und einer Story hinzuzufügen. Auch alte Snaps werden wiederhergestellt und können nun abgespeichert werden, obwohl sie eigentlich gelöscht sein sollten. Originell: Das einstige Aufnahmedatum und die Uhrzeit werden mit veröffentlicht – die Empfänger wissen dann, dass es sich um alte Aufnahmen handelt. Sicher ist sicher, Snapchat wird auch eine Funktion anbieten, mit der sich ausgewählte Snaps schützen lassen.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Nun, zunächst waren die Experten perplex: Einerseits war es doch gerade das besondere Live-Gefühl, das mit den nicht perfekten Bildern und Videos, die für maximal 24 Stunden verfügbar waren, erreicht wurde und begeistert hat. Nun gibt es mit Memories die Möglichkeit, dauerhaft aufzubewahren, wieder hervorzuholen, aufzupeppen und erneut zu posten. Logisch weiter gedacht, eröffnet sich doch ein interessantes kreatives Potenzial: Das Leben lässt sich im Prinzip als Snapchat Story festhalten, in die sich ganz nach Belieben Rückblenden einfügen lassen. Snapchat wird sozusagen zum Fundus für digitale Erinnerungen, wie ein altes Fotoalbum, das den Betrachter einst in die jeweilige Situation zurückversetzt hat.

Welches Fazit lässt sich ziehen?

Übertragen auf den Bereich Marketing, könnte es doch ganz witzig und vor allem in den Unterschieden interessant sein, die alten Snaps in einiger Zeit wieder heraus zu kramen und in eine neue Strategie einzubauen. Es ist doch insbesondere das Unkomplizierte, was an Snapchat so beeindruckt – von den vielen kreativen Spielereien einmal abgesehen. Unter dem Strich wird Snapchat durchaus eine neue Qualität erhalten, zumal es ja schon bis hierhin Usus war, Snaps auch in anderen Netzwerken zu teilen. Wenn sich nun auch professionelle Videos und Bilder posten lassen, warum sollten dann nicht alle digitalen Erinnerungen bei Snapchat landen?

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